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OPTIMUS - Softwarelösungen für Dachdecker und Holzbaubetriebe

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Von BIM bis Smart Home - die Fachmesse für digitale Lösungen in der Baubranche

Die Messe „digitalBAU“ wird im Februar 2020 erstmals auf dem Messegelände Köln stattfinden.

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Softwarelösungen für kalkulierende Betriebe

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  • So bekämpfen Sie Ihre Existenzängste in 4 Schritten

    Auf einen Blick:

    • Wenn Ihnen die Sorgen um Ihren Betrieb den Schlaf rauben und Sie nicht mehr abschalten können, gestehen Sie sich ein, dass Sie Existenzängste haben.
    • Schaffen Sie Klarheit darüber, wie die Situation ist: Welchen Lebensbereich betreffen Ihre Existenzängste? Suchen Sie eine Vertrauensperson, der Sie sich öffnen können – und holen Sie sich Hilfe.
    • Ihre Probleme sind riesig und deshalb nicht zu bewältigen? Dann zerhacken Sie die Probleme in lösbare Aufgaben und gehen sie an.
    • Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken! Sicher haben Sie schon manche Klippe umschifft. Warum sollten Sie also jetzt scheitern?

    Lockdown, wegbrechende Geschäftsmodelle, Mitarbeiter in Kurzarbeit oder Quarantäne: Die Corona-Krise macht auch vor Handwerksbetrieben nicht halt und bringt so machen Unternehmer in Existenzängste. Unternehmensberater Axel Schröder erklärt, wie solche Ängste entstehen und wie man sie am besten bekämpft.

    https://www.handwerk.com/5-warnzeichen-dass-sie-vor-einem-burn-out-stehen

    1. Schritt: Existenzängste und Kontrollverlust eingestehen

    Sie können nachts schlecht schlafen, weil Ihnen die Sorgen um den Betrieb keine Ruhe lassen? Tagsüber checken Sie mehrfach Ihr Konto, um zu prüfen, ob die Bank Ihre Überweisung überhaupt noch durchführt? „Wer soweit ist, muss sich eingestehen, dass er ein ernstes Problem hat“, sagt Schröder. Das ist nicht immer leicht, aber die wichtigste Voraussetzung, mit Existenzängsten fertig zu werden.

    „Existenzängste entstehen oft aus einem Gefühl des Kontrollverlustes“, erklärt der Unternehmensberater. „Man fühlt sich Dingen ausgeliefert, die man nicht handhaben kann - so wie die Corona-Krise.“ Statt aktiv zu agieren, werde nur noch defensiv reagiert.

    2. Schritt: Klarheit schaffen: Wo genau liegt das Problem?

    Wer sich darüber im Klaren ist, dass er ein ernstes Problem hat, sei schon einen wichtigen Schritt weiter, so Schröder. „Nun geht es darum, Klarheit zu schaffen: In welchem Bereich meines Lebens habe ich das Gefühl von Existenzangst und Kontrollverlust?“ Fragen Sie sich:

    • Wie ist Ihre persönliche und gesundheitliche Lage?
    • Wissen Sie, wie es um Ihr Unternehmen bestellt ist?
    • Haben Sie die Zahlen schwarz auf weiß und können Sie sie deuten?
    • Können Sie einschätzen, ob Sie Hilfe brauchen, und wenn ja, in welchem Bereich?

    Eine weitere Möglichkeit, sich Klarheit zu verschaffen, ist ein Gespräch mit einer Vertrauensperson, die am besten nichts mit Ihrem Hauptproblemfeld zu tun hat. „Besser als jemand aus der Familie oder dem Betrieb ist jemand Unabhängiges: ein Freund, der Steuerberater, ein Unternehmensberater oder auch ein Pfarrer“, mein Schröder. „Das Wichtigste ist, dass Sie sich öffnen können.“

    Aber auch im Betrieb kann Offenheit helfen – sofern Ihr Problem mit dem Betrieb zusammenhängt. „Mitarbeiter haben oft gute Ideen, wie eine Krise bewältigt und ein Problem gelöst werden kann“, meint Schröder.

    3. Große Probleme in lösbare Stücke zerhacken, um aus der Defensive zu kommen

    Nun müssen Sie ins Handeln kommen. Aber das Problem, vor dem Sie stehen, ist riesig, und deshalb nicht zu bewältigen? Dann hacken Sie es klein. „Wenn viele Rechnungen offen sind und Sie nicht wissen, ob sie alle bedienen können, dann sortieren Sie: Welche kann ich auf jeden Fall zahlen? Und damit beginnen Sie“, rät Axel Schröder. So können Sie einen doppelten Effekt erzielen:

    1. Statt wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, kommen Sie aus der Defensive und Ihre Liste wird kürzer.
    2. Bei Gesprächen mit Kreditgebern und Gläubigern können Sie belegen, dass Sie leisten, was möglich ist und so neues Vertrauen aufbauen.

    Auch wenn es darum geht, ein neues Geschäftsmodell auf die Beine zu stellen, hilft die Zerhack-Taktik. So berichtet Schröder von einem Kunden, einer Tischlerei, die auf Geschäftseinrichtungen spezialisiert war und wegen der Corona-Pandemie starke Umsatzeinbrüche verkraften musste. „Wir haben dann relativ zügig erkannt, das Tiny Houses eine gute Chance sind.“ Bei der Kalkulation wurde klar, wie viele von diesen Mini-Häusern verkauft werden müssen, um den Betrieb über Wasser zu halten. „Doch statt uns von dieser Zahl schrecken zu lassen, haben wir sie zerlegt: Wie viele Menschen muss ich in meinen Betrieb holen, damit ich die gewünschte Zahl der Häuser verkaufen kann? Wie viele muss ich vorher interessieren, damit sie kommen? Wie viele müssen also auf meiner Website landen, um sich zu informieren? Und wie kann ich dann ganz konkret meine Website gestalten?“

    4. Bei Existenzängsten auf eigene Stärken besinnen

    Vergessen Sie auch in der Krise nicht, was Sie zu leisten im Stande sind und was Sie schon geschafft haben. „Blicken Sie zurück: Welche Krisen haben Sie schon überstanden? Seien Sie stolz auf sich“, sagt Schröder. Jeder, der einen erfolgreichen Betrieb aufgebaut habe, habe Großes geleistet. „Wenn Sie sich darauf besinnen, tanken Sie Zuversicht, Gelassenheit und Selbstvertrauen“, meint Schröder.

    Außerdem rät er, sich zu fragen: Wie schlimm steht es wirklich? Und was ist das Schlimmste, was mir passieren könnte? „Wenn wir uns das Schlimmste ausmalen, dass wir uns vorstellen können – beispielsweise ohne Rechtsbeistand in Guantanamo einzusitzen – erscheint die eigene Situation nicht mehr so ausweglos. Denn immerhin sind Sie in der Lage, sich Hilfe zu holen und zu handeln.“

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  • Mussten Sie je Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen?

    Sollten Sie die Umfrage nicht sehen können, folgen Sie einfach diesem Umfrage-Link, um teilzunehmen.

    https://discover.apester.com/media/5fbbb84505584dad28d055a7?src=link

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  • „Absolut vermeidbar“: So verspielt man Kundenzufriedenheit

    Auf einen Blick:

    • Unternehmer und Kunde: Als Gründer des Handwerkernetzwerks "Einer.Alles.Sauber." hat sich Paul Meyer intensiv mit den Wünschen von Kunden beschäftigt. Und hin und wieder ist Meyer auch selbst Kunde von Handwerkern.
    • In seiner Rolle als Kunde hat er häufiger erlebt, wie leichtfertig Unternehmen trotz guter Arbeit die Zufriedenheit ihrer Kunden verspielen.
    • Meyer nennt drei konkrete Beispiele aus seinen Erlebnissen. Ihnen ist gemein, dass die ärgerlichen Erfahrungen problemlos hätten vermieden werden können.
    • Der Unternehmer erklärt auch, wie leicht Sie es viel besser machen als die Kollegen in den Beispielen. Die Kurzfassung: Fragen Sie nach!

    Manche Kunden hat man einmal und dann nie wieder. Warum ist das so, selbst wenn man doch gute Arbeit geleistet hat? Laut der Erfahrung von Paul Meyer kann der Grund in ärgerlichen Details liegen, von denen die Chefs in den Betrieben nicht immer etwas erfahren. Als Gründer und Interimsvorstand des Handwerkernetzwerks "Einer.Alles.Sauber." hat sich Meyer darauf spezialisiert, anspruchsvollen, zahlungskräftigen Kunden die größtmögliche Zufriedenheit zu bieten. Als Kunde von Handwerkern hat er hingegen am eigenen Leib erlebt, wie Unzufriedenheit entsteht, selbst wenn die handwerkliche Arbeit tadellos ist.

    https://www.handwerk.com/drei-kommunikationstipps-fuer-zufriedenere-kunden

    Drei Beispiele: So macht man Kunden unzufrieden

    Dabei beauftragt der Handwerksmarketing-Experte Unternehmen nicht leichtfertig. „Ich wähle sorgfältig nur Betriebe aus von denen ich weiß, dass sie Wert auf Qualität legen“, sagt Meyer. Dennoch musste er einige Erfahrungen machen, die wohl kein Chef von seinen Mitarbeitern gutheißen würde. Hier sind drei Beispiele.

    Die Garten-Hinterlassenschaft:Im Sommer hat Meyer seine Terrassenpflasterung sanieren lassen. „Alles wurde sehr ordentlich gemacht, eine kleine Reklamation zügig bearbeitet“, berichtet der Niedersachse. Erst nachdem der Auftrag abgeschlossen war, kam eine unangenehme Überraschung zum Vorschein. Die Arbeiter hatten 22 Zigarettenkippen auf dem Rasen des Unternehmers verteilt. Meyer konnte sich diese Zahl gut merken, schließlich musste der Nichtraucher jeden einzelnen der stinkenden Stummel von seinem Rasen pflücken. „Für mich ist das keine Kleinigkeit. Es ist sehr ärgerlich und zudem absolut vermeidbar“, sagt Meyer.

    Perfekte Arbeit mit einer gemeinen Überraschung

    Der Handwerkergruß im Efeu:Während eines Urlaubs hat Paul Meyer sein Büro renovieren lassen – 2 Räume mit zusammen 50 Quadratmeter. Der Auftrag war in Sachen Kundenzufriedenheit komplex: Alle Möbel sollten raus, die Wände gestrichen werden, ein neuer Teppichboden rein und alles zurück. „Die Vorgabe war, dass wir nach dem Urlaub direkt mit der Arbeit loslegen können – so als wäre nichts passiert“, sagt Meyer. Und das Ergebnis? „Es war perfekt, der Malermeister hat großartige Arbeit geleistet“, berichtet der Marketing-Experte. Zumindest hatte er das gedacht, bis er die seltsame Farbvariante seines Efeus vor dem Haus bemerkt hat. „Der hatte zum Teil die Farbe der neuen Bürowände angenommen“, erzählt der Unternehmer. Offenbar hat der beauftragte Handwerker seinen Eimer Restfarbe dort ausgeschüttet. „Mit so einem Gruß sollte man sich wirklich nicht für einen Auftrag bedanken“, kritisiert Meyer.

    Auch Kleinigkeiten können Ärger machen

    Unterhaltung für die ganze Nachbarschaft: Nicht jedes Detail muss im Umgang mit jedem Kunden kriegsentscheidend sein. Aber je nachdem wie die Lebenssituation des Kunden ist, kann eine vermeintliche Kleinigkeit zum Problem werden. Auch das hat Paul Meyer festgestellt als er für eine mehrtägige Aufgabe Handwerker auf seinem Grundstück hatte. „Die fingen um 7.00 Uhr bei uns an, und pünktlich zu Arbeitsbeginn dröhnte auch das leistungsstarke Baustellenradio durch die Nachbarschaft – mit einem Sender, den ich zu allem Überfluss nicht ausstehen kann“, sagt Meyer. Jenseits des persönlichen Empfindens gibt Meyer zu bedenken: „Richtig unangenehm wird so etwas, wenn die Nachbarschaft des Kunden für diese Dinge kein Verständnis zeigt und das Radio so noch unnötigen Streit provoziert.“

    Wie man es besser macht: Fragen Sie nach

    Alle drei Erfahrungen haben eine Sache gemeinsam: „Die Chefs der Unternehmen haben sich bei mir nicht mehr erkundigt, ob alles in Ordnung war“, sagt Meyer. Dass nicht jeder Kunde wegen solch ärgerlicher Details beim Handwerksbetrieb anruft, eine E-Mail schreibt oder – schmerzhafter – eine Rezension im Internet hinterlässt, macht die Sache für den betroffenen Handwerksbetrieb nicht besser. Denn was passiert bei der schweigenden Mehrheit stattdessen? „Sie fressen den Ärger in sich hinein und packen es beim Treffen mit ihren Freunden aus“, sagt der Experte für Handwerksmarketing. So entgingen dem betroffenen Handwerksbetrieb wertvolle Bestands- und potenzielle Neukunden, ohne dass er es überhaupt mitbekommt.

    Paul Meyers Tipp lautet daher:„Erkundigen Sie sich nach jedem Auftrag, ob wirklich alles in Ordnung war.“ So merken Kunden auch, dass der beauftragte Betrieb an der Weiterentwicklung seiner Dienstleistung interessiert ist. „Der Mensch hat Angst vor Kritik“, sagt Meyer. Jedoch solle man sein Handeln von dieser Angst nicht beherrschen lassen. „Wer es unterlässt nachzufragen, dem entgeht nicht nur wo er besser werden kann, er erfährt auch nicht, wo er aus Sicht des Kunden schon richtig gut ist.“

    Insbesondere im umkämpften Segment hochwertiger Handwerksdienstleistungen, sei der Wille sich zu kontinuierlich zu verbessern Grundvoraussetzung. „Wem das nicht gelingt, der wird seine Leistungen über kurz oder lang dort anbieten müssen, wo sich alle um den niedrigsten Preis scharren“, sagt Meyer.

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  • Spricht die Bezeichnung "Pfusch am Bau" für Befangenheit?

    Manchmal streiten sich Kunden und Betriebe über die Qualität von Bauleistungen. Dann sind die Dienste von Sachverständigen gefragt, die das Werk unparteiisch begutachten. Doch eine einzige Formulierung im Gutachten kann ausreichen, dass Zweifel an der Neutralität von Sachverständigen aufkommen, wie dieser Fall zeigt.

    https://www.handwerk.com/vorgaben-des-auftraggebers-wer-haftet-fuer-baumaengel

    Der Fall:Ein Kunde moniert, dass die auf seinem Grundstück verbaute Versickerungsgrube Mängel aufweist. Ein Gutachter nimmt das Werk deshalb unter die Lupe. Im achtseitigen Gutachten benennt er die festgestellten Mängel und fasst die Ergebnisse abschließend zusammen. Dabei schreibt er: „Die Arbeiten können mit einer nichttechnischen Begrifflichkeit als Fusch [sic] am Bau bezeichnet werden.“ Aufgrund dieser Formulierung hält der Baubetrieb den Gutachter für befangen.

    Das Urteil:Das Oberlandesgericht (OLG) Rostock sah das anders. Die Richter wiesen zwar darauf hin, dass „grobe Fehlgriffe in der Wortwahl, Unsachlichkeiten und abfällige, herabwürdigende oder gar beleidigende Äußerungen des Sachverständigen (…) durchaus die „Besorgnis der Befangenheit begründen“ können. Ein salopper Tonfall oder eine umgangssprachliche Redewendung reiche aber dafür nicht aus. Eine Bemerkung müsse immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden.

    Genau das machte das OLG auch im vorliegenden Fall. Ergebnis: Bei der Formulierung „Pfusch am Bau“ handle sich nicht um eine „abfällige und auf Parteilichkeit hindeutende Äußerung“ sondern um eine „laienmäßige Zusammenfassung“ der Ergebnisse.

    OLG Rostock, Beschluss vom 26. August 2020, Az. 4 W 30/20

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  • Wie hoch ist der GKV-Mindestbeitrag 2021?

    Auf einen Blick:

    • Die Bundesregierung hat für 2021 die sogenannte Bezugsgröße festgelegt. Sie ist für die Festsetzung der Mindestbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung von Bedeutung.
    • Wer Beitragssatz und den kassenindividuellen Zusatzbeitrag kennt, kann sich den GKV-Mindestbeitrag ausrechnen. Im Schnitt dürfte der 2021 monatlich bei 167, 79 Euro liegen.
    • Hintergrund: Anfang 2019 ist das GKV-Entlastungsgesetz in Kraft getreten. Dadurch ist der Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte deutlich gesunken.

    Per Verordnung hat die Bundesregierung die Sozialversicherungsrechengrößen für 2021 festgelegt. Damit steht auch die sogenannte Bezugsgröße fest, sie liegt im kommenden Jahr bei 3.290 Euro. Relevant ist diese Zahl für die Berechnung des Beitrags, den freiwillig versicherte Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mindestens zahlen müssen.

    Daraus ergibt sich, dass der Mindestbeitrag ohne Krankentagegeldanspruch für Selbstständige bei monatlich rund 167,79 Euro liegen wird. Die genaue Höhe hängt vom Beitragssatz und dem Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse ab.

    https://www.handwerk.com/gkv-mindestbeitrag-was-selbststaendige-wissen-muessen

    Wie berechnet sich der GKV-Mindestbeitrag?

    Wie viel Selbstständige für ihre Krankenversicherung zahlen müssen, hängt von ihrem Einkommen ab. Allerdings gibt es eine Untergrenze: Wer weniger verdient, zahlt den Mindestbeitrag – und der berechnet sich in zwei Schritten.

    1. Schritt: Berechnung der Untergrenze = Mindestbemessungsgrundlage

    Ist das Einkommen von Selbstständigen niedriger als dieser Grenzwert, wird bei der Beitragsberechnung ein fiktives Einkommen angesetzt – auch Mindestbemessungsgrundlage genannt.

    Sie berechnet sich aus der Bezugsgröße im jeweiligen Jahr nach folgender Formel:

    Mindestbemessungsgrundlage = (Bezugsgröße/90) x 30

    Diese Formel schreibt das Fünfte Sozialgesetz vor. Für 2021 berechnet sich die Mindestbemessungsgrundlage daher wie folgt:

    Mindestbemessungsgrundlage = (3.290/90) x 30 = 1.096,67 Euro

    2. Schritt: Berechnung des GKV-Mindestbeitrags

    Berechnet wird der GKV-Mindestbeitrag nun wie folgt:

    (Mindestbemessungsgrundlage / 100) x (Beitragssatz + Zusatzbeitrag)

    Ein Beispiel: Wir rechnen mit dem ermäßigten Beitragssatz von 14 Prozent ohne Krankengeldanspruch und einem Zusatzbeitrag von laut GKV-Spitzenverband durchschnittlich 1,3 Prozent. Das ergibt folgenden GKV-Mindestbeitrag:

    (1096,67/100) x (14 + 1,3) =167,67

    Warum der GKV-Mindestbeitrag seit 2019 deutlich niedriger ist

    Bis Ende 2018 mussten freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung einen deutlich höheren Mindestbeitrag zahlen. Denn in der Beitragsberechnung wurde ihnen bis dahin ein Einkommen von mindestens 2.283,75 unterstellt. Gerade für Selbstständige mit geringen Einkünften war das eine große Belastung. Deshalb hat der Gesetzgeber durch das GKV-Versichertenentlastungsgesetz die Mindestbemessungsgrundlage abgesenkt. Infolgedessen ist der Mindestbeitrag zum 1. Januar 2019 deutlich gesunken.

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  • Corona-Krise: 2021 soll die Überbrückungshilfe III kommen

    Bis Ende des Jahres gibt es noch die Überbrückungshilfe II. Ab 2021 planen Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Überbrückungshilfe III. Sie soll eine Laufzeit bis Ende Juni 2021 haben.

    https://www.handwerk.com/corona-hilfen-diese-unterstuetzung-gibt-es-fuer-betriebe

    Details zur neuen Überbrückungshilfe sollen zeitnah bekannt gegeben werden, wie Bundesfinanzministerium und Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mitteilen. Allerdings kündigten sie schon einige Verbesserungen an, etwa bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Außerdem soll künftig die Erstattung von Betriebskosten von bis zu 200.000 Euro pro Monat möglich sein.

    Neu eingeführt wird die Neustarthilfe für Solo-Selbstständige. Den Bundesministerien zufolge handelt es sich dabei um eine einmalige Betriebskostenpauschale. Sie soll Solo-Selbstständigen zu Gute kommen, die im Rahmen der Überbrückungshilfe III keine Betriebskosten geltend machen können, aber hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten.

    Nach Aussage der Bundesministerien gilt bei der Neustarthilfe:

    • Laufzeit ist Dezember 2019 bis Juni 2021.
    • Anspruchsberechtigt sind Solo-Selbständige, denen in diesem Zeitraum der Umsatz um mehr als 50 Prozent einbricht.
    • Sie erhalten einmalig 25 Prozent des Referenzumsatzes aus 2019, maximal jedoch 5.000 Euro.
    • Die Auszahlung ist als Vorschuss geplant. Solo-Selbstständige, die in der Zeit von Dezember 2020 bis Juni 2021 einen höheren Umsatz erzielen als erwartet, sollen den Vorschuss anteilig zurückzahlen müssen.
    • •Die Hilfe ist zweckgebunden und wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet.

    Weitere Infos zur Neustarthilfe finden Sie unter www.bmwi.de.

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